17. März 2025

Dramaturgisch verwandeln – Ein theaterästhetischer Workshop (Fokus 3)

Im Rahmen der Fokusveranstaltungen «Wege einschlagen», «Fundstücke gestalten» und «Dramaturgisch verwandeln» rollte das Zentrum Theaterpädagogik (ZTP) der PH Luzern am 11.März 2025 zum dritten Mal den roten Teppich aus.

Das Zentrum Theaterpädagogik (ZTP) der PH Luzern begrüsste 13 Lehrpersonen zum 3. theaterästhetischen Spiel-Laboren. Die Grundidee verfolgend, für alle Lehrpersonen der Luzerner Schultheatertagen drei Kurzworkshops anzubieten, hat sich gerade hinsichtlich der Thematik «Verbindlichkeit – vom Plan zum Unplan» sehr bewährt. Die gemeinsame, vielseitige und vielstimmige Auseinandersetzung mit den Lehrpersonen zeigte deutlich, dass die Frage «Was ist eigentlich Kunst – und welche künstlerischen Zugänge können mit der Klasse geschaffen werden?», auch vor der Bühne nicht Halt machen. 

Mit den Fokusveranstaltungen 1 bis 3 hatte die PH Luzern ein Sensibilisierungs- und Reflexionsgefäss geschaffen, in welchem gemeinsam mit den theateragierenden Lehrpersonen bestimmte Fragen in den Fokus genommen wurden. Im Zentrum standen Gedanken zum künstlerischen Prozess und damit verbunden die Auseinandersetzung mit überfachlichen Kompetenzen. In einer gestalteten Theaterproduktion wird in unmittelbarer Weise erfahrbar, dass die sozialen Kunstform Theater in direkter Verbindung persönlichen und sozialen Kompetenzen fördert. Mit wem verbindet sich wer – und wie? Inwiefern beeinflusst eine verbindliche Gestaltung die Haltung zu einem Thema, zu den Mitspielenden, zur Mitwelt?

Gemeinsam erprobend wurde mittels Modellen und Konzepten hinter die Kulissen der sozialen Kunstform Theater geschaut. In den interaktiven Workshops recherchierten die Teilnehmenden beispielsweise, wie ausgehend von den Eckpfeilern «Thema-Stoff-Form» szenisches Material entwickelt werden kann. Ideen wurden später in Kombination mit räumlich gestalteten Installationen gebracht. 

In einem weiteren Schritt konnten die inhaltlichen und gestalterischen Fundstücke durch dramaturgische Elemente «zerspielt», «verrückt» und in neuen Kombinationen zusammengefügt werden. Aus den entstandenen installativen Bühnensituationen komponierten die Spielleitenden schliesslich unter Einbezug verschiedener dramaturgischer Modelle szenische Miniaturen, welche einander abschliessend präsentiert wurden.

Im Zentrum der Fokus-Veranstaltungen stand aber ganz deutlich die persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Kunstverständnis. begleitet von konkreten Transfer-Möglichkeiten, welche nun in direkter Weise in die Umsetzung des eigenen Theaterprozessen einfliessen können.


Kontakt

Leiterin Zentrum Theaterpädagogik
Ursula Ulrich
MA ZFH
Sentimatt 1
6003 Luzern
ursula.ulrich@phlu.ch
Portrait
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